Webseite mit Joomla oder mit WordPress


Die neue Webseite mit Joomla oder mit WordPress erstellen?

Die Entscheidung für ein bestimmtes Content-Management-System (CMS) ist für jede Website elementar. Wenn die Webseite erst einmal mit einem bestimmten CMS läuft, ist es nicht mehr ohne weiteres möglich, zu wechseln.

Ist eine Webseite bereits längere Zeit erfolgreich online und somit bei den Suchmaschinen auf guten Positionen gelistet, kann sich der Wechsel zu einem andern CMS sehr negativ auswirken. Alle bisherigen Links bei Google und Co. laufen dann ins Leere, wenn man hier nicht mit erheblichem Aufwand gegensteuert.

Dabei ist die Entscheidung für eines der beiden CMS im Vorfeld der Planung einer neuen Webseite gut abzuwägen.

Sowohl Joomla als auch WordPress sind kostenlose Open-Source-Software Systeme. Beide bieten Website-Betreibern mit externen Erweiterungen nahezu unbegrenzte Möglichkeiten und beide sind generell einfach zu bedienen.

Wie unterscheiden sich Joomla und WordPress in unterschiedlichen Teilbereichen?

Wir können hier nur einen grundsätzlichen Überblick geben. Es kommt immer auf den individuellen Anwendungsfall an, welches der beiden CMS besser geeignet ist. Nachfolgend eine Auflistung, wie sich Joomla und WordPress in den Hauptmerkmalen unterscheiden.

Benutzerverwaltung:

Hier geht die Runde ganz klar an Joomla. WordPress sieht nur sechs vordefinierte Benutzergruppen vor, während in Joomla beliebig viele Benutzergruppen und Benutzerrechte vergeben werden können. Die in Joomla integrierte ACL (Access Control List) kennt 4 Aspekte, diese sind:

  • die Benutzer,
  • die Berechtigungen des Joomla Cores,
  • die Benutzergruppen,
  • die Zugriffsebenen.

Da dieses Rechtesystem Bestandteil der Joomla Basis (Joomla Cores) ist, wird es auch von nahezu allen externen Erweiterungen unterstützt.

Das ist bei WordPress ganz anders, mit entsprechenden Plugins bekommt man zwar auch in WordPress ähnliche Fähigkeiten hin, aber hier fehlt dann meist die Unterstützung bei Erweiterungen.

Deshalb unser Rat zu Benutzerverwaltung:

Wenn Sie eine Webseite aufbauen wollen und Zugriffe auf bestimmte interne Bereiche, Angebote usw. benutzerdefiniert steuern wollen, ist Joomla eindeutig das bessere System.

Sicherheit:

Hier hat Joomla ganz klar die Nase vorn.

Wichtige Sicherheitsmerkmale, wie eine SSL-Verschlüsselung für das Dashboard oder eine Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA), fehlen bei WordPress komplett. Sie müssen mit Plugins nachgerüstet werden, während sie bei Joomla schon Teil des Grundsystems sind.

Zusätzlich kann jedes der beiden CMS mit entsprechenden Erweiterungen abgesichert werden.

Besonders der leichtfertige Umgang mit Erweiterungen kann zu Sicherheitslücken führen. Das gilt sowohl für WordPress als auch für Joomla. Allerdings werden bei Joomla nahezu alle Erweiterungen über das Joomla eigen JED (Joomla Extensions Directory) angeboten. Hier werden unsichere Tools ausgeschlossen, wenn Probleme bekannt werden.

Außerdem gibt es für Joomla eine offizielle Joomla Webseite, auf der unsichere Erweiterungen aufgelistet werden Vulnerable Extensions List (Anfällige Erweiterungsliste).

Suchmaschinenoptimierung:

Nur Joomla bietet bereits den notwendigen Grundstock an SEO Möglichkeiten. Lediglich Joomla ermöglicht es von Anfang an, Menüeinträge, Beiträge und Kategorien mit Meta-Beschreibungen und -Keywords zu versehen. Das gibt Joomla in diesem Bereich einen erheblichen Vorsprung.

Um WordPress auf den gleichen Stand zu bringen, benötigt man ein zusätzliches Plugin. Das beliebteste Plugin heißt Yoast SEO, es ist benutzerfreundlich, ohne dabei auf einen guten Funktionsumfang zu verzichten.

Auch für Joomla gibt es entsprechende Erweiterungen, die die bereits in der Basis vorhandenen SEO Möglichkeiten zentralisieren. So ist es beispielsweise mit dem Tool Easy Frontend SEO möglich die Metadaten direkt im Frontend der Joomla-Webseite zu kontrollieren und zu bearbeiten.

Möglichkeiten der beiden CMS:

Sowohl Joomla als auch WordPress sind komplexe Content Management Systeme. WordPress ist vor allem ein CMS für Blogs und hierfür sicher die erste Wahl.

Aber durch eine hohe Anzahl von externen Plugins ist mit WordPress auch mehr möglich. Leider wirkt das System damit dann oft auch sehr zusammengeflickt.

Joomla bringt bereits schon ohne externe Erweiterungen vielfältigere Möglichkeiten mit, vor allem wenn es um Benutzerrechte, individuelle Anpassbarkeit durch das integrierte Override-System und frei konfigurierbare Inhalts-Kategorien geht.

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