Die 2.4Ghz - Funktechnologie:

Dieser Frequenzbereich wird von vielen Technologien genutzt:

Hier einige Beispiele:

  • WLAN
  • Funkkameras
  • Funkversteuerungen
  • DECT Funktelefone
  • Mikrowellengeräte
  • Bluetooth-Geräte wie Handys und Freisprechanlagen

Diese Geräte können sich auch in die Quere kommen. Wie Sie das weitgehend verhindern können ,lesen Sie in dieser Dokumentation.

Hier einige grundsätzliche Informationen

Die Nutzung des 2.4 GHZ-Bandes durch WLAN und IEEE802.15.4
Die IEEE802.11 b/g Standards für WLAN definieren 14 Kanäle im 2.4 GHz-Band, die jeweils 5 MHz Abstand voneinander haben. Da das Funksignal von WLAN eine Bandbreite von 22 MHz hat, lassen sich bei weitem nicht alle Kanäle gleichzeitig nutzen. Nur drei nicht-überlappende WLAN-Kanäle können gleichzeitig verwendet werden. Dies sind für Europa die Kanäle 1, 7 und 13. IEEE802.15.4 definiert im 2.4 GHz-Band 16 Kanäle, die jeweils 5 MHZ Abstand voneinander haben und sich nicht überlappen.

 Funkameras der 2.4Ghz - Funktechnologie:

 Alle Funkkameras übertragen das Signal per 2.4Ghz -Funksignal an einen Funkempfänger, Receiver genannt. Der 2.4Ghz-Bereich zeichnet sich durch eine stabile Bild- und Tonübertragung für diese Kameras aus, da die Frequenzen- mit Quarzen stabilisiert sind. 

Der Receiver empfängt das Signal der Kamera, und gibt es über ein Chinchkabel an einen Fernseher, AV-Monitor, oder einen entsprechend ausgerüsteten PC weiter. Ein PC ist dann  geeignet, wen er mit einem Video Grabber, einer Videoverarbeitungskarte ausgerüstet ist. Die 2.4Ghz – Funktechnologie kommt auch im WiFi  (Internet WLAN ) zu Einsatz. Die Kanäle 1 bis 13 sind  allgemein WLAN Netzwerken zugeordnet. Für den Betrieb von Funkkameras sind in Deutschland die Kanäle 1 bis 4 vorgesehen.

 Das stört den 2.4GHz Empfang:
Steht eine der folgenden, klassischen Störquellen in der Nähe Ihres 2.4GHz Empfängers, Senders oder WLAN-Routers, sollten Sie entweder das entsprechende Gerät oder den Empfänger, Sender oder Router woanders aufstellen.
Folgende Einrichtungen und Geräte können den Empfang Stören:
  • WLAN-Router, die auf Kanal 1 bis 4 arbeiten
  • Stahlbetonwände /-decken - kommen vor allen in Neubauten vor,
  • Rigipswände, da Gips hygroskopisch ist und Feuchtigkeit bindet ,
  • DECT-Telefone (Funk),
  • Baby-Phones,
  • Fernsehgeräte,
  • Mikrowellengeräte,
  • Bluetooth-Geräte wie Handys und Freisprechanlagen.

Es hat einen großen Vorteil, den Funkempfänger- Sender  oder WLAN-Router knapp unter der Zimmerdecke anzubringen: Die Funksignale werden dann nicht durch Störquellen wie Elektrogeräte und Möbel behindert. Nur Wände sind noch im Weg.

Alternativ bietet sich ein Platz auf einem hohen Regal an, sodass der Funkempfänger oder Router mindestens zwei Meter von DECT-Telefonen und Co. entfernt ist. Die Funkempfänger- Routerantenne sollte im 90-Grad-Winkel zum Empfänger stehen, insbesondere wenn die Daten über zwei Etagen transferiert werden sollen. Falls dies nichts bewirkt: Spielen Sie mit den Antennenpositionen, bis Sie eine bessere Empfangsleistung erreichen. Doch nicht nur die Funkempfänger  oder Routerantenne sollte dabei neu ausgerichtet werden, sondern auch die Antenne der Kamera oder WLAN-Karte im PC.
Richtantenne nachrüsten:
Wer die Funkstrahlen nur in eine bestimmte Richtung lenken und nicht eine gesamte Etage bestrahlen möchte, greift am Besten zu einer Richtfunkantenne, die es ebenfalls schon für etwa 20 Euro gibt. Somit lassen sich auch dickere Wände und Stahlbetondecken durchdringen. Zudem finden die Daten den Weg vom Garten ins Haus und zurück.
Übers Stromnetz erweitern (nur WLAN):
HomePlug-Adapter, beispielsweise von Devolo, bringen den Datenfluss auch in schwer zugängliche Ecken des Hauses. Diese Geräte arbeiten ähnlich wie Access Points. Sie empfangen Die Daten kabellos und leiten sie über das Stromnetz weiter - und das auch mit hohen Geschwindigkeiten. Die Installation ist denkbar einfach - in die Steckdose stecken. Allerdings sollte kein Sicherungskasten zwischen zwei HomePlug-Adaptern liegen, denn daran scheitert die Übertragung meist.
Reichweite verlängern mit Range Expandern  (nur WLAN):
Als Alternative zu Access Points empfehlen sich Wireless Range Expander. Diese "Repeater" erhöhen ebenfalls die Reichweite des Funksignals. Vorteil: Die Geräte benötigen nur einen Stromanschluss und keine Datenverbindung per Kabel. Allerdings wird durch die Übertragung auch das Tempo gedrosselt. Bei den etwa 100 Euro teuren Range Expander auf die Unterstützung von WDS (Wireless Distribution System) achten - ebenso bei den Netzwerkkarten.
Hardware nach n-Standard einsetzen  (nur WLAN):
Hardware des neuen WLAN-Standards IEEE 802.11n bietet die volle MIMO-Unterstützung (Multiple Inputs - Multiple Outputs). Bei MIMO werden die Daten über mehrere Kanäle gesendet, was einen Reichweitengewinn verspricht - allerdings nur, wenn alle Geräte diese Technologie unterstützen. Einige Modelle der bisherigen WLAN-Generationen unterstützen MIMO auch, doch danach muss man gezielt suchen. Die Geräte sind daran erkennbar, dass sie mehrere Antennen besitzen.